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Zum Earth Day 2021 schauen wir uns an, welche Dinge bei der Energiewende vor allem für uns und unsere Kunden falsch laufen.

Weltweiten Aktionen wie der Earth Day, an dem sich in dieser Woche wieder unzählige Unternehmen beteiligen, zeigen, wie wichtig Klimaschutz ist. Nicht nur uns hier, sondern vielen Millionen Menschen. Denn es geht ja auch um unsere Erde. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen legen Studie um Studie vor, um uns den Spiegel vorzuhalten, um uns zu zeigen, dass wir unseren Planten zerstören. Doch obwohl wir das wissen, sind wir bei der Energiewende nicht konsequent. 

Das Magazin Der Spiegel hat Anfang des Monats eine Liste der 100 Dinge, die bei der CO2-Wende schieflaufen, veröffentlicht. Viele dieser Fehler treffen uns hier vor Ort ganz konkret. 

Die Energienutzung soll von fossil auf grün umgestellt werden. Allerdings lassen Förderbescheide und Unterstützungen auf sich warten.

Das merken wir und unsere Kundinnen und Kunden immer wieder. Projekte, die wir planen, stehen still, weil die Förderzusage nicht kommt. Und dabei geht es selten um Projekte, bei denen die Förderfähigkeit fraglich wäre. Das verunsichert Menschen. Es bringt sie dazu, wichtige Sanierungen, Umbauten, Optimierungen dann doch nicht vorzunehmen. Und das wiederum bedeutet, das Gebäude, die optimiert werden könnten, es nicht werden. Obwohl einer der größten Klimafaktoren hier bei uns der Wohnraumsektor ist. 

Die staatliche Förderung ist nach wie vor kompliziert.

Ja, der Förderdschungel wurde 2021 etwas aufgelöst, als die verschiedenen Fördermöglichkeiten unter dem Dach der Bundesförderung für effiziente Gebäude, oder kurz BEG, zusammengefasst wurde. Wir haben das hier zusammengefasst. Trotzdem merken wir immer wieder, dass Kundinnen und Kunden verunsichert sind und aufgrund unterschiedlicher Aussagen lieber ganz von einer Förderung absehen. Das ist nicht Sinn und Zweck der Übung. 

Sanierungsanreize wie eine Vermieterbeteiligung an der CO2-Abgabe werden ausgebremst.

Dabei würde es viele Vermieter motivieren, ihre Immobilien auf Vordermann zu bringen, wenn sie ein Stück vom Kuchen abbekämen. Und es könnte die Mieterinnen und Mieter entlasten. Eigentlich stand diese Beteiligung auch mal als zentraler Punkt im Koalitionspapier von CDU und SPD. Die Umsetzung lässt auf sich warten.

Unternehmen, die mit großen Solaranlagen ihre Nachbarschaft mitversorgen, werden für das Gemeinschaftsdenken nicht belohnt, sondern müssen die volle EEG-Abgabe zahlen.

Dass man der Wirtschaft attraktive Anreize bieten muss, wissen wir alle. Es ist traurig, aber nur wenige Unternehmen machen etwas für die Umwelt, ihre Mitarbeiter oder ihre Umgebung, wenn sie nicht müssen. Bei der EEG-Abgabe hätte man aber zumindest eine Stellschraube gehabt, Unternehmern, Umwelt und Gemeinden etwas Gutes zu tun. Vertan. Wieso?

Es gibt nach wie vor kein sinnvolles flächendeckendes Netz für E-Fahrzeuge und keine ausreichende Förderung für Unternehmen, die ihren Fuhrpark komplett auf Strom umstellen wollen.

Wir sind ja selbst dabei, unsere Flotte nach und nach grüner zu machen. Und ja, bisher haben wir nur wenige E-Autos - aus vielerlei Gründen. Einer der Gründe für viele Unternehmen ist sicherlich, dass es nach wie vor kein flächendeckendes einheitliches E-Tankstellen-Netz gibt. Für jede Region, jedes Bundesland brauche ich eine eigene E-Tank-Karte, zahle überhöhte Gebühren und habe wieder einen Dschungel, durch den ich mich arbeiten muss. Unnötig kompliziert.

Was können wir dagegen tun? Nun, zum einen bemühen wir uns, unseren Kundinnen und Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Fragen zu Förderungen zu beantworten und Ihnen die Suche und Recherche abzunehmen. Zum anderen können wir Druck auf unsere Politikerinnen und Politiker ausüben, sich für eine bessere Klimapolitik einzusetzen. Nicht nur als Wähler, sondern auch als regionale Unternehmen.

Fotos: Alexander Welitschko und Mariana Friedrich


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